Chinchilla-Liebhaber-Forum

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 Betreff des Beitrags: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 19.04.2013 08:24 
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Ich halte dieses Problem für eine Haltungs-Frage, darum poste ich es hier. Wenn die Administration anderer Meinung ist, bitte ich um Verschiebung.

Hallöchen! (^-^)/

Meine Lucy ist blind.
Ich habe mit blinden Chins absolut keine Erfahrung. Vor allem sind die Umstände gerade denkbar ungünstig: Sie wohnt zur Zeit allein in einem Provisorium. Ich musste sie aufgrund einer Verletzung von den Kleinen (Elena und Sunny) trennen. Dabei haben wir den Käfig unterteilt. Im unteren, größeren Bereich wohnen die Kleinen und oben wohnt Lucy. Aber der obere Käfigabschnitt ist viel zu klein für ein Chinchilla.
Was mache ich jetzt am Dümmsten? Ich kann's eigentlich nicht richtig machen, weil ich entweder ihre Wohnung verändern, oder sie auf zu engem Raum halten muss. Außerdem bin ich noch nicht sicher, ob ich sie wieder mit den Kleinen vergesellschaftet kriege, wenn sie wieder gesund ist. Die Kleinen können ziemlich rabiat sein und ich habe Angst, dass sie sie unterdrücken könnten. Sie haben bereits gezeigt, dass sie "Schwächlinge" nicht in der Gruppe dulden. Denn angefangen hat alles mit einer Wunde an Lucys Fuß. Als der Verband ab kam und wir dachten, jetzt könne die Wunde so heilen, haben sie ihr noch am selben Abend den Fuß bis auf die Sehnen zerbissen. Danach kam eins zum anderen, sodass die TA-Rechnungen inzwischen einen Zeitraum von über einem Monat abdecken. Ich bin mir nicht sicher, ob das spurlos an ihr vorübergehen kann. (Aber keine Sorge: Bevor Lucy wieder ganz bei Kräften ist, unternehme ich sowieso keine Versuche, die Situation zu ändern, egal ob es eine VG oder den Käfig betrifft!)
Außerdem hätte ich mal noch eine (mehr oder minder) medizinische Frage: Lucys Blindheit ist nicht auf einen Grauen Star zurückzuführen, obwohl sie diesen inzwischen auch hat. Sie kann noch hell und dunkel unterscheiden. Hat der Graue Star da Einfluss drauf? Also wird er ihr dieses Rest-Sehvermögen noch nehmen? Und wenn ja: Ändert sich dann noch etwas im Umgang mit der Süßen?
Ich wäre für Ratschläge jeder Art dankbar!

LG Aericura


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 19.04.2013 15:40 
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Hallo,
ich habe selber noch keine Erfahrungen mit blinden Chins gemacht.

Hättest du denn die Möglichkeit, einen zweiten Käfig aufzustellen/zu bauen und sie da, wenn es mit den anderen beiden nicht funktioniert mit einem anderen Chin zu vergesellschaften?

Ich kann mir vorstellen, dass es für Lucy nicht leicht sein wird, wenn sich ihre Umgebung verändert. Aber man kann das ganze ja auch langsam angehen. Z.B. gewohnte Gegenstände und untere Ebene so ähnlich wie möglich gestalten wie ihre jetzige Unterkunft. Und höher gelegene Etagen erst nach und nach "frei geben", so dass sie sich langsam lernt zurecht zu finden in der neuen Umgebung. Um Stürze zu vermeiden dann auch geringere Abstände zwischen den Etagen und so versetzt, dass es nie so hoch wird.

Beim grauen Star kommt es durch die Trübung der Linse zu einer Verschlechterung des Sehvermögens. In wie fern sich am Umgang mit ihr was ändert kann ich dir nicht sagen.

_________________
LG

R.I.P. Fenja *2006 - 27.08.2012
R.I.P. Cobey *2005 - 16.07.2013


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 19.04.2013 15:44 
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Hallo,

wie groß ist der Käfig von Lucy?

Wegen deiner Frage bezüglich dem blinden Chin habe ich gestern feuerundeis100 angeschrieben, die Erfahrung hat mit blinden Chins.

_________________
Liebe Grüße
Nicole

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Ein Tierfreund zu sein, gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens
Richard Wagner


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 19.04.2013 16:17 
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Der Käfigabschnitt, in dem Lucy jetzt wohnt ist 0,78mx0,49mx0,55m (BTH), also nur wenig mehr als die Hälfte dessen, was ich bisher immer so als empfohlene Mindestgröße gefunden habe.
Abgesehen von dem, was ein Chinchi so braucht, hat sie da drinnen noch drei Sitzbretter, von denen sie das oberste gar nicht mehr nutzt. Da haben vor der Trennung hin und wieder die Kleinen gesessen, aber auch eher selten. Sie nutzt also nur die unteren beiden Ebenen (die beiden genutzten Bretter sind etwa in gleicher Höhe angebracht). Die obersten gut 10 cm sind also sozusagen toter Raum (mal so zur Aufteilung).
Ich KÖNNTE mir jetzt sagen "Reicht doch, sie hat eh nie einen so großen Bewegungsdrang gehabt", aber das hat den unschönen Beigeschmack einer zweitklassigen Ausrede. Und so leicht will ich es mir nicht machen - ich will doch das Beste für meine Fellnasen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 20.04.2013 20:28 
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Hallo,

für mich klingt das alles so, als ob deine Lucy schon ein wenig gemobbt wurde und ich bin mir auch nicht sicher ob eine VG mit Deinen beiden Anderen später überhaupt noch Sinn macht.

Blinde Chins haben, genau wie alle anderen Chins , auch einen Bewegungsdrang ,nur muss der ihren Bedürfnissen angepasst sein. Sie nutzen den Platz auch ,wenn sie sich sicher sind.

Bei mir leben momentan 2 blinde Chins, in Käfigen mit 1,60 Breite, 90 Tiefe und nur 60 Höhe, vielen Häuschen und anderen Versteckmöglichkeiten.

Du kannst versuchen sie auf Geräusche zu trainieren, das hat bei mir sehr gut funktioniert. Z.B. vor dem Füttern, leicht anklopfen, dann erst den Käfig öffnen oder mit ner tüte rascheln, einfach gewisse Rituale mit bestimmter Bedeutung einführen und das ganz konsequent. Dann ist auch später ein umsetzen in einen anderen Käfig überhaupt kein Problem. Das Tier muss ein gewisses Vertrauen entwickeln, dann ist es genauso leicht wie mit sehenden Chins.

Wenn Du noch weitere Fragen hast melde Dich gerne bei mir.

Gruß
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 21.04.2013 21:02 
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Hallöle!

Tja, ich bin eigentlich schon die ganze Zeit skeptisch, ob das mit den beiden Kleinen nochmal klappt. Aber soll ich dann sehen, dass ich eine neue Mitbewohnerin für sie finde? Jemand ruhiges? Hui, das wenn ich das zur Sprache bringe, gibt das viel Diskussionsstoff. Das ist der große Nachteil, wenn man noch bei Mama wohnt: Mama legt die Regeln fest. Und sie meint, dass 4 Chinchis genug sind... Okay, das hat sie auch von 2 Käfigen gesagt. Jetzt sind es doch 3. XD Oder soll ich sie jetzt lieber alleine lassen? In Gesellschaft hat sie sich doch aber immer so wohl gefühlt.

Also sollte ich über einen neuen Käfig mit größerer Fläche nachdenken, aber dafür ist Höhe nicht so entscheidend. Gut, ich werde mal sehen, wie ich hier am besten umräume. Zur Not fliegt eben noch ein Bücherregal raus, dann stapel ich meine Lektüre eben auf dem Boden. Irgendwas findet sich da schon.

Mit Geräuschen ist sie vertraut. Ich habe von Anfang an immer mit meinen Süßen geredet. Sie kennen alle meine Stimme und reagieren auch darauf. Bevor ich Lucy anfasse, lasse ich sie auch erst schnuppern, damit sie weiß, dass ich es bin und dass ich ihr nahe komme. Für Futter verwende ich seit Jahren denselben Eimer. Wenn ich ihn öffne, wartet sie schon darauf, dass ich die Näpfe wieder reinstelle, ganz zu schweigen davon, dass sie ja nicht blöd ist und sehr wohl mitbekommt, wenn ich die Näpfe heraushole. Auch das Rascheln der Kräuter- und Leckerchentüten ist ihr vertraut. Die alltäglichen Geräusche sind also kein Problem. Allerdings ist da natürlich auch die Frage, wie lange sie schon blind ist. Laut TÄ kann das ja schon lange vor dem Star angefangen haben. Insofern hätte sich eigentlich nichts geändert. Ich weiß es zwar erst jetzt, aber sie wusste es schon lange vor mir.
Sie erkennt auch ihre Box jederzeit wieder. Beim TA tappelt sie ganz von alleine rein, wenn es ihr reicht. Wenn man das sieht, glaubt man gar nicht, dass sie blind ist. XD

Danke auf jeden Fall für die Tipps!

LG Aericura


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 22.04.2013 21:50 
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Hallo,

ich denke ein ganz liebes ruhiges Chin wäre das Beste für sie, denn so junge "Hitzköpfe" sind doch sehr belastend für Blinde. Alleinelassen ist für kein chin schön, geschweige denn für ein blindes, es orientiert sich ganz stark am Partner.

So wie du sie beschreibst hat sie schon sehr viel Vetrauen zu Dir, und dann ist ein Umzug eigentlich kein Problem. Am besten wäre es natürlich, wenn 2 zusammen in einen behindertengerechten Käfig umziehen könnten.

Ich hoffe Du kannst Mama überzeugen.. und wenn du Hilfe bei der Suche nach einem Chin brauchst, melde dich gerne bei mir.

Gruß
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Blindes Chinchi im Provisorium
BeitragVerfasst: 22.04.2013 23:18 
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Guten Abend! (^-^)/

Eine liebem ruhige Maus, alles klar. Davon gibt es hoffentlich noch eine, die ein Zuhause sucht. ;) Aber diesmal auch keine ganz junge mehr. Na ja, ich schätze mal, dass die Jungen sowieso meist aktiver sind...
Auch mit dem Umräumen muss ich mal sehen, wie ich es mache. Aber zuallererst muss Lucy wieder zu Kräften kommen. Über ein Monat Krankheit macht sich durchaus bemerkbar. Sie muss jetzt wieder Fleisch auf die Rippen bekommen und der Fuß muss auch noch ganz abheilen. Heute und morgen läuft da also gar nichts. Den Stress will ich ihr nicht zumuten, solange sie noch nicht wieder ganz sie selbst ist.
Lucy war von Anfang an sehr zutraulich. Sie mag eigentlich jeden. Klettert auf Armen und Schultern herum und will neuerdings sogar am Hals gekrault werden - das mochte sie anfangs nicht so. Klettereien auf mir lasse ich sie aber nur noch machen, wenn ich jemanden mit da habe, der notfalls mit zufassen kann, falls sie das Gleichgewicht verliert. Nach einem Verbandswechsel rettet sie sich auch immer erstmal auf meiner Schulter. Die Süße!
Ab morgen kann ich ja mal meine Eltern langsam an den Gedanken heranführen, dass aus 4en nun doch 5 werden müssen. Schon seltsam, wie die sich vermehren... XD

LG Aericura


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