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 Betreff des Beitrags: Päppeln/Zufüttern
BeitragVerfasst: 24.09.2010 20:14 
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Päppeln/Zufüttern


Wichtiger Hinweis vorab:
Bevor man ein Chinchilla zwangsernährt, sollte immer die Ursache für die Verweigerung der Futteraufnahme, sowie die Notwendigkeit einer Zwangsfütterung beim Tierarzt abgeklärt werden!



Breizubereitung
Pellets aufweichen (leicht mit warmem Wasser bedeckt), bis Brei entsteht oder Pellets in der Kaffeemühle mahlen und warmes Wasser hinzufügen. Man kann anstelle von Wasser z. B. auch Heusud, Kamillentee oder Fencheltee nehmen.

Es gibt auch Pulver, die man mit warmem Wasser anrührt, wie z.B.Critical Care, Rodi Care oder Dental Aid Herbi. Dies sind spezielle Futtermittel für kranke, geschwächte Tiere. Man erhält sie bei den meisten Tierärzten/Tierkliniken oder kann sie im Internet bestellen.
Es besteht die Möglichkeit, Pelletbrei mit diesen Futtermitteln zu vermischen.


Man sollte immer zunächst versuchen das Tier freiwillig zum Fressen zu bringen, das heißt ohne Festhalten oder ähnliches. Den Brei mal auf einem Löffel anbieten, in einem Schälchen servieren oder die Spritze hinhalten.

Manche Chins nehmen den Brei allerdings nicht freiwillig und dann bleibt manchmal keine andere Wahl als zu päppeln. Für den besseren Geschmack kann man auch etwas Babybrei (z. B. Apfel, Banane, Karotte von Alete oder Hipp) hinzufügen, etwas verdünnten zuckerfreien Apfelsaft, ein wenig Traubenzucker (ohne Geschmack) oder verschiedene Trockenkräuter. Einfach mal ausprobieren was das Chin mag.
Bitte die Zugaben mit dem Tierarzt absprechen! Es kommt darauf an, um welche Erkrankung es sich handelt. Z. B. bei Durchfall wäre die Gabe von Apfelsaft gerade falsch.


Vorgehensweise
1. Der Brei wird mit einer 1 ml-Spritze (Insulinspritze)aufgezogen oder einer Futterspritze (wie auf dem Foto), von der man zuvor die Spitze abschneidet, damit der Brei besser durchpasst

2. Man fixiert mit Daumen und Zeigefinger die Schwanzwurzel. Die andere Hand umfasst den Brust- und Bauchbereich.

3. Es ist immer gut, wenn man eine Hilfe hat beim Päppeln. Einer hält das Tier auf dem Arm und der andere füttert.

4. Wenn man keine Hilfe hat, kann man es mit einem Handtuch versuchen. Das Chinchilla darin einwickeln (bitte nicht zu fest!), so dass nur noch der Kopf heraus schaut. Dabei auch die Schnurrhaare befreien. Kein Chinchilla mag es, wenn die Schnurrhaare gedrückt werden.

5. Die Spritze vorsichtig seitlich hinter die Nagezähne schieben, damit sich das Tier bei der Fütterung nicht verschlucken kann.

6. Wenig Brei langsam und mit Gefühl verabreichen (höchstens 0,2 ml auf einmal, damit sich das Chin nicht verschluckt und Futter in die Luftröhre oder Lunge kommt), schlucken lassen, eine kleine Pause machen von 1 bis 2 Minuten und wieder etwas Brei geben.

7. Je nach Zustand des Tieres den Brei verabreichen. Wenn ein Tier geschwächt ist, braucht es etwas länger Zeit. Wenn es sich wehrt, nicht richtig schluckt, mehr Zeit einplanen. Zieht es hungrig an der Spritze, kann man dabei etwas schneller vorgehen. Aber auch dann kleine Pausen einlegen.

8. Bitte hauptsächlich in den Abendstunden, nachts und den frühen Morgenstunden füttern, eben während der aktiven Phase. Alle 3-4 Stunden füttern, jeweils 5-10 ml, je nachdem, ob das Tier sonst noch freiwillig Nahrung zu sich nimmt. Es gibt auch Ausnahmefälle, wo ein Tier häufiger gepäppelt werden muss und man vielleicht auch tagsüber Brei anbieten sollte. Die gewohnten Futtermittel wie z. B. Heu, Pellets und Kräuter sollten immer im Käfig vorhanden sein. Bitte mit dem Tierarzt abklären, wie es in diesem speziellen Fall zu handhaben ist und natürlich können jederzeit im Forum dazu Fragen gestellt werden.

Jedes Tier nimmt bei einer Erkrankung ab. Das ist häufig das erste Merkmal, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Daher sollten auch gesunde Chinchillas regelmäßig mit einer Digitalwaage und immer zur gleichen Uhrzeit gewogen werden. Kranke Tiere täglich sollte man täglich zur gleichen Uhrzeit wiegen. Bei fehlender Nahrungsaufnahme nehmen Chinchillas sehr schnell ab und das Ziel sollte sein, diese rasante Gewichtsabnahme auf ein Minimum zu reduzieren. Daher ist Zufüttern oder gar Zwangsernährung nicht immer vermeidbar.



Nun noch Fotos, auf denen zu sehen ist, wie man ein Chin dabei richtig hält:


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Notfalls kann man ein Handtuch zu Hilfe nehmen


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